
Wie man Infrarotheizer im Badezimmer sicher einsetzt – und vermeidet, dass sie gefährlich werden
Das Einsetzen von Infrarotheizern im Badezimmer ist nur dann sicher, wenn man vorsichtig vorgeht. Im Badezimmer herrscht schließlich viel Dampf und Feuchtigkeit – und wir wissen alle, dass Wasser und Elektrizität eine gefährliche Kombination sind. Schon eine kleine Undichtigkeit kann dazu führen, dass der Schutzschalter auslöst – oder schlimmer noch: zu einem gefährlichen Stromschlag.
Um Sicherheit zu gewährleisten, konzentrieren wir uns auf zwei Dinge: die Materialien, aus denen die Heizer hergestellt sind, sowie die Art und Weise, wie die Enden abgedichtet werden.
Die Materialien, aus denen die Heizer hergestellt werden
Man kann nicht einfach irgendeine Quarzscheibe verwenden. Wenn im Badezimmer Dampf entsteht, versucht die Feuchtigkeit, in den Heizer einzudringen. Deshalb verwenden wir hochwertiges Aluminiumoxid oder spezielles Quarzglas – diese Materialien sorgen dafür, dass der Strom genau dort bleibt, wo er hingehört: innerhalb des Glühfadens.
Das Glas muss perfekt sein – ohne Mikrorisse. Selbst die kleinste, unsichtbare Rissstelle kann dazu führen, dass Feuchtigkeit eindringt. Sobald Wasser eindringt, kann der Strom über die Oberfläche des Isolierschutzes wandern. Das ist ein gefährlicher Prozess – und genau das möchten wir vermeiden.
Wir stellen sicher, dass diese Heizer auch in Räumen mit hoher Temperatur eine hohe Isoliereigenschaft aufweisen. Falls dieser Schutz nachlässt, schaltet sich sofort der GFCI- oder RCD-Schutzschalter ein. Das ist zwar gut – aber es ist lästig, den Schutzschalter ständig neu einschalten zu müssen.
Abdichten der Verbindungsstellen
Die eigentliche Gefahrzone ist dort, wo das Kabel mit der Lampe verbunden ist – das ist die schwächste Stelle. Um zu verhindern, dass Wasser eindringt, verwenden wir Silikon- oder hitzeverformbares Polyolefin zur Abdichtung der Enden. Wenn diese Verbinder offen bleiben, kondensiert der Dampf direkt innerhalb der Verbindungsstellen. Dadurch entsteht Korrosion – und letztendlich ein Kurzschluss.
Für Heizer mit hoher Leistungskraft verwenden wir keramische Endkappen. Kunststoffe eignen sich zwar für bestimmte Zwecke – doch sie verformen sich bei hohen Temperaturen. Eine verformte Abdichtung bedeutet im Grunde genommen einfach nur eine Undichtigkeit unter einem anderen Namen. Keramik hingegen bleibt stabil.
Kompromisse
Es gibt eine ehrliche Wahrheit: Sicherheit hat ihren Preis. Einige der Hochleistungsisolationsschichten können einen Teil des Infrarotlichts blockieren. Dabei könnten Ihre Handtücher etwas kälter sein – vielleicht um 5–10 Prozent. Aber ehrlich gesagt: Das ist ein Kompromiss, den ich jederzeit eingehen würde. Ich ziehe es vor, Handtücher, die etwas kühler sind, statt eines gefährlichen Heizers zu haben.
Noch eines: Achten Sie auf Ihr Kabel. Verwenden Sie keine billigen PVC-Kabel. Diese schmelzen bei der Hitze der Lampe und machen damit die ganze Isolierung nutzlos. Stellen Sie einfach sicher, dass die Spezifikationen des Kabels zu der Temperatur der Lampe passen. So einfach ist das.