
Die richtige Glastemperatur ermitteln – ohne Probleme
Seien wir ehrlich: Die Messung der Temperatur von Glas ist eine echte Herausforderung. Aufgrund der Transparenz des Glases sowie seiner Fähigkeit, alles zu reflektieren, kann ein herkömmliches Infrarotthermometer nur ungefähre Werte liefern. Das ist frustrierend – man versucht schließlich ernsthafte Forschungsarbeiten durchzuführen, doch die verwendeten Geräte liefern nur „Rauschen“ statt echter Daten.
Deshalb setzen wir auf laserbasierte Pyrometrie. Dadurch wird die Oberfläche des Glases tatsächlich sichtbar. Wenn man mit neuen Glasverbindungen arbeitet, reichen herkömmliche Tools nicht aus. Man muss genau wissen, wie stark die Strahlungsenergie auf das Material wirkt.
Die Bedeutung der Leistungsdichte
Herkömmliche Sensoren liefern nur Durchschnittswerte. Im Labor sind diese Werte völlig nutzlos. Wir interessieren uns vielmehr dafür, wie sich die Laserenergie tatsächlich auf der Oberfläche des Glases verteilt. Durch Anpassung des Verteilungsmusters können bestimmte thermische Zonen identifiziert werden. Es ist, als würde man statt eines Scheinwerfers eine Lupe verwenden – so kann man genau erkennen, wie eine neue Formel mit lokalen Hitzebelastungen umgeht.
Ist die Leistungsdichte zu hoch? Dann entstehen Risse oder geschmolzene Stellen. Ist sie zu gering? Dann kann die Glasübergangstemperatur nicht bestimmt werden. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht.
Keine vorgefertigten Einstellungen mehr
Wir glauben fest an die Freiheit bei der Einstellung der Parameter. Im Grunde genommen binden wir Sie nicht an irgendwelche vorgefertigten Einstellungen. Sie können selbst die Wellenlänge sowie die Größe des Messbereichs wählen – je nach Dicke des Glases und den verwendeten Zusatzstoffen. Das bedeutet, dass man nicht mehr nur raten muss, sondern wirklich weiß, wie das Material reagiert. Es ist einfach besser, wenn man nicht ständig mit den Geräten kämpfen muss.
Der Kompromiss
Es gibt jedoch einen Haken – wie immer. Je präziser der Laserfokus ist, desto kleiner wird der Messbereich. Man erhält zwar sehr detaillierte Informationen, doch man verliert den Überblick über den gesamten thermischen Gradienten. Es handelt sich dabei um ein Spannungsfeld zwischen der Größe des Messbereichs und der Gesamtfläche. Wir werden gemeinsam mit Ihnen den optimalen Wert finden. So können Ihre Öfen und Kühlsysteme für die tatsächlichen Belastungen ausgelegt werden – und nicht für theoretische Werte in einer Tabelle.